„Spürbar merken“, sagte dieser VW-Typ in den Nachrichten. Und im ersten Moment störte ihn das, weil das doch synonyme Begriffe des Nach- und Mitempfindens im gleichen Moment sind.
Ich spüre etwas,
Ich spürte sie nah bei mir.
Ich merkte erst später, dass sie es nicht ernst meinte.
Das Verb im Präteritum merkte, assoziierte er mit feststellen,
etwas gedanklich fassen bzw. verstehen können. Mal ad hoc, mal mit der langen
Lunte. Also, so fasste er sich beruhigend zusammen, ist etwas spüren eher
emotional und sensorisch – wie taktil, der sanfte Kuss auf eine Wange, die Böe
um Haus herum auf den entblößten Armen, oder haptisch der feste Griff um die
angerostete Klinke der morschen Tür; aber merken bezieht sich eindeutig auf die
mentale, die abstrakte Ebene. Es kann es also auch gemeint sein, wie er „spürbar
merken“ sagte, was zwei Ebenen bedient. Die emotionale und die sachliche Ebene.
Damit wird es, war er sich sicher, ein rhetorisches Mittel,
um seine Aussage vor der Kamera zu bekräftigen und bei den Empfängern einen
tiefen Eindruck hinterlassend damit seine Mahnung, weil doch der so heilige
Gewinn gesunken ist, von allen tief nachempfindend verstanden wird. Blöder
Trump.
Gewinn von VW bricht um mehr als ein Drittel ein | tagesschau.de